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Image: getpublii.com

Nachgereicht: Publii 0.39 verfügbar: Riesen-Update mit Plugins und Lokalisierung

Spätestens seit Anbruch der Wordpress-Ära gehören Plugins für ein CMS zum guten Ton, sind für viele gar ein ausschlaggebendes Kriterium für die Wahl des Webseiten-Baukastens. Mit dem äußerst reichhaltigen Update auf Version 0.39 schließt Publii diese Lücke und avanciert damit für noch weitere Kreise zum statischen Wordpress-Konkurrenten.

Mit der Version 0.39 führt Publii die lang ersehnte Plugin-Funktionalität ein, mit welcher der Funktionsumfang von Publii modular erweitert werden kann. Zu Beginn gibt es bereits eine stattliche Auswahl, vor allem aus den Bereichen Analyse und Kommentare: 

Außerdem gibt es Plugins für farbige Browsertabs (Meta Tabs), LiveChats (LiveChat) und effizientes Dekodieren von Bildern (Image Decoding).
Bezüglich der Kommentarfunktion bietet sich Cusdis als Open-Source-Alternative zum bisher fest verbauten Disqus an.

Cusdis steht sowohl als Dienst als auch zur Selbstbeherbergung zur Verfügung.
Wer neudeutsch Analytics benötigt, findet mit Umami und Plausible Open-Source-Alternativen. Letzteres ist auch als Managed Service erhältlich, Umami hingegen nur als Self-Host-Lösung für den eigenen Server.

Plugins installieren in Publii

Klicken Sie auf das Dreipunktmenü am oberen rechten Bildrand von Publiis Hauptbildschirm und wählen Sie den Eintrag Plugins:

Dann, nach dem Download der Zip-Datei des Plugins auf der Plugin-Seite des Publii Marketplace, klicken Sie auf die Schaltfläche ⬆️ Install plugin und wählen Sie die heruntergeladene Zip-Datei.

Fertig. Das Plugin ist über den Eintrag Tools & Plugins in der Seitenleiste erreichbar. 
Ein Klick auf das Plugin öffnet dessen Konfigurationsbildschirm.

Lokalisierung der Benutzeroberfläche

Publii 0.39 bietet erstmals Unterstützung für die Übersetzung der Benutzeroberfläche in die jeweiligen Sprachen der Benutzer. Aktuell steht diese also neben englisch in französisch, italienisch, brasilianischem portugisisch, polnisch und ukrainisch zur Verfügung. Weitere Sprachen können von interessierten Anwendern durch das Übersetzen einer simplen Textdatei hinzugefügt werden (bzw zweier Textdateien, wenn man den WYSIWYG-Editor ebenfalls übersetzen möchte).

Sprache der Benutzeroberfläche ändern

Zunächst muss die Sprachunterstützung im App-Menü von Publii (Dreipunktmenü) im Abschnitt Experimental Features aktiviert werden:

Dann erst erscheint der Eintrag Languages im App-Menü von Publii, über den weitere Sprachen installiert werden können:

Weitere Neuerungen

Der WYSIWYG-Editor wurde auf TinyMCE 5.10.3 aktualisiert und erhielt die praktische Neuerung, dass ein Doppelklick auf ein Bild dessen Optionen anzeigt. Außerdem  wurde eine Funktion namens Beautify Code eingeführt, die zur besseren Lesbarkeit desselben führt. Der Markdown-Editor wurde von SimpleMDE auf EasyMDE umgestellt und der Block-Editor öffnet einen Bild-Block nun automatisch im Editier-Modus.
Die Speichern-Schaltfläche verrät nun auf den ersten Blick, wenn sich ein Artikel im Entwurfsstadium befindet:

Neue Optionen für Schriftarten und -größen wurden hinzugefügt und der Auswahldialog für das Artikeldatum wurde verbessert.

Ein wenig offensichtliches, aber überaus praktisches Novum betrifft die Bildergallerien: diese können nun auch mit Bildern in den Formaten WebP, GIF und TFF bestückt werden.
Eine gehörige Portion Liebe haben auch die Menüs erfahren, diese können nun einfacher angeordnet und dupliziert werden:

Server-lokale Schriftarten

Ein weiteres "großes Ding" ist die Einführung Server-lokaler Schriftarten. Diese werden weder vom System des Lesers noch von einem CDN wie Google Fonts bezogen, sondern direkt vom Server, der auch die Webseite selbst beherbergt. Somit bekommt man das Beste aus beiden Welten: einerseits einheitliche Fonts wie bei Nutzung eines CDN, andererseits Schriftarten, die lokal und damit schnell und datenschutzfreundlich abgerufen werden:

 

Und noch mehr Neuigkeiten

Als wir von Riesen-Update sprachen, haben wir nicht zuviel versprochen: Des Weiteren hat das Simple Theme einen Dark Mode bekommen, Server-URLs Unterstützung für das '"dweb"-Protokoll und der Dateimanager für die Bildformate AVIF, webP und TIFF.
Benutzerdefiniertes HTML hat eine neue Residenz erhalten (Kommentare) und die App-Einstellungen eine Option für die Aktivierung einer erweiterten Vorschau.
Darüber hinaus wartet Publii 0.39 mit neuen Variablen, Helfern sowie Optionen auf und erfreut mit diversen kleineren Verbesserungen und Fehlerbehebungen.
Wer sämtliche Neuerungen lieber im englischen Original verfolgen möchte, hat hier dazu Gelegenheit.

UPDATE: Inzwischen steht mit Publii 0.39.1 eine Bugfix-Version bereit.

 

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