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Raspberry Pi Connect
Raspberry Pi Connect

Kommentar: Raspberry Pi Connect - Der Anfang vom Ende?

Raspberry Pi Connect ist ein noch sehr junger Service für den Zugriff auf den Raspi. Neben dem Support für ältere Modelle ist nun auch der Remote Shell Access gelandet und will getestet werden. Vieles stimmt allerdings bedenklich.

Das Produkt Raspberry Pi Connect der Raspberry Pi Foundation dient, wie der Name bereits andeutet, der bequemen Interaktion mit dem Raspberry Pi mittels Browser und befindet sich noch in der Beta-Phase. Ob KDEConnect bei der Namenswahl Modell stand, ist nicht überliefert. Hinzugekommen sind in der neuesten Inkarnation jedenfalls Unterstützung für ältere Modelle (ab jetzt werden sämtliche Modelle unterstützt) und den Fernzugriff auf die Shell des Raspis. Irritierend wirken jedoch das Fehlen eines Clients, der Kontozwang und die drohende Monetarisierung.

Quo vadis, Raspi?

Wer dachte, dass sich Raspberry Pi Connect auf der Github-Präsens der Stiftung wiederfinden würde, hat sich geirrt. Ein eigener Client ist wohl auch gar nicht geplant, da die Verbindung über den Browser mittels WebRTC hergestellt wird, Adresse: connect.raspberrypi.com. Somit ist für den Fernzugriff auf den eigenen Raspi eine Infrastruktur nötig, die von der Raspberry Pi Foundation kontrolliert wird. Voraussetzung ist überdies das Erstellen einer eindeutigen Raspberry Pi ID:

Somit positioniert sich Raspberry Pi Connect nicht als Anwendung, sondern als (kostenpflichtiger) Service:

Wir beabsichtigen, dass Raspberry Pi Connect für einzelne Benutzer mit nicht vermittelten Verbindungen frei (wie in Bier) bleibt, ohne Begrenzung der Anzahl der Geräte.

🗨 https://www.raspberrypi.com/news/raspberry-pi-connect/

Dieser Aussage ist zu entnehmen, dass Gruppen sowie Nutzer, die sich des Relay-Servers der Raspberry Pi Foundation bedienen (müssen), künftig monetarisiert werden sollen: Das passt zwar zum Börsengang der Raspberry Pi Foundation, aber nicht so recht zur offenen Natur des Raspi. Verkauft die Raspberry Pi Foundation also gerade die Community, wie der Autor Johannes Hiltscher unkt?
Möglicherweise erleben wir gerade die Geburtsstunde eines neuen 4-Buchstaben-Akronyms: RaaS - Raspberry as a Service. Schließlich wäre es für die Raspberry Pi Foundation ein Leichtes, auch die Images für den Raspi zu monetarisieren und künftig als Einmalkauf oder gar Abo zur Verfügung zu stellen. Vielleicht bleibt aber auch alles beim Alten und der Raspi blickt dank des eingenommenen Anlegergeldes einer strahlenden Zukunft entgegen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich der Raspberry Pi als Börsenobjekt fortan entwickelt.

 

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